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Schuss in den Ofen

First Flight Spirit sollte mit einem Auftritt bei der Trakehner Hengstschau am 12.02.2011 in Münster-Handorf unter dem Sattel seines Ausbilders Peter Schnellhammer neue Anhänger und Freunde für sich rekrutieren. Das ist leider nicht so erfolgreich verlaufen wie erhofft. Und schuld bin ich, ich ganz allein, der die Entscheidung zu diesem Auftritt getroffen hatte! Ich hätte es wissen müssen. Denn als alter Bauernsohn ist mir natürlich bekannt, dass man nicht zwei junge Pferde gemeinsam zu ihrem ersten Mal vor den Wagen spannen sollte.

 

Und trotzdem habe ich es getan. Ich habe First Flight Spirit nach sechs Wochen reiterlicher Ausbildung und Peter Schnellhammer, der die Bereiterprüfung erst noch ablegen will, in die größte Trakehner Hengstschau mit all ihren stressigen Umgebungsbedingungen gesandt. Zuhause ging alles super gut. Auch beim Training in einer fremden Halle sah alles sehr gut aus. In Handorf herrschten jedoch dann sehr viel schwierigere Verhältnisse für die beiden, da waren die Begrenzungen der Reitfläche von Menschenmassen mit ihrer Sicht- und Geräuschaura umsäumt. Der Hengst wollte nicht gern auf dem ersten Hufschlag gehen, das heißt in unmittelbarer Nähe der Ursache seiner Beunruhigung. Er wollte lieber auf dem zweiten oder noch besser auf dem dritten Hufschlag bleiben. Das aber wollte ihm Peter überhaupt nicht durchgehen lassen. Richtig „durchzugreifen“ traute er sich andererseits vor den vielen Besuchern auch nicht. So blieb es reiterlicherseits bei ungeeigneten Stegreifhilfen und auf der Seite des Hengstes bei verkannteter Körperformation und verklemmten Bewegungen. So entstand leider nicht das Bild der Harmonie, das wir Ihnen so gern präsentiert hätten.

 

Schade! Die Chance wurde leider vertan. Ich muss es ganz allein verantworten. Ihr Freunde, die ihr das lest, seid mir bitte nicht zu sehr böse. Vor allem kreidet dieses Ergebnis nicht dem Hengst oder Peter an. Ihr, die ihr das Ereignis in Handorf selbst verfolgt habt, Ihr habt vielleicht auch gesehen – wenn Ihr nicht schon vorher abgeschaltet hattet - , dass sich First Flight Spirit zu keinem Zeitpunkt ungebührlich oder unverlässlich benahm. Ihr habt sicher auch die leider nur kurzen zwei Phasen gesehen, als ihn Peter durch die Länge der Bahn ritt, bei denen die „Gefahr“ weit weg war: Flüssiger, schwingender großer Schritt mit 50 cm Übertreten und sehr gutem Abfußen und ein Trab mit niedriger Frequenz auf der Hinterhand, lockerem Rücken und gut ausgreifender Vorhand. So hätte er eigentlich insgesamt gezeigt werden sollen. Wir holen es bei nächster Gelegenheit nach, Ihnen das zu zeigen.


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